Konsumentenfragen

1. Sind Biofolien essbar?

2. Zerfallen Biofolien auch, wenn man sie in freier Natur – zum Beispiel hinter einem Busch – „entsorgt“?

3. Besteht die Gefahr, dass Biofolien beim Kontakt mit Wasser bereits beginnen, sich zu zersetzen?

4. Wie lange kann man kompostierbare Mülltüten lagern, bevor sie reißen?

 

1. Sind Biofolien essbar?

Auch wenn sie kompostierbar sind, können Biofolien nicht verzehrt werden, da sie vom Körper nicht verdaut werden können.

2. Zerfallen Biofolien auch, wenn man sie in freier Natur – zum Beispiel hinter einem Busch – „entsorgt“?

Kompostierbare Biofolien benötigen zum Zerfall eine warme und feuchte Umgebung sowie Mikroorganismen, die die Folie zersetzen. Dies ist bei einer „Entsorgung“ in der freien Natur nicht gegeben – die Folien führen hier zu Umweltverschmutzung. Vielmehr ist eine Entsorgung über die grüne Tonne oder zur Not den gelben Müll oder die graue Tonne sinnvoller.

3. Besteht die Gefahr, dass Biofolien beim Kontakt mit Wasser bereits beginnen, sich zu zersetzen?

Um einen Kompostierungsvorgang in Gang zu setzen, sind mehrere Faktoren notwendig: Eine hohe Temperatur, ein Mindestmaß an Feuchtigkeit und Mikroorganismen. Der Kontakt mit Wasser bei normalen Temperaturen reicht daher nicht aus, um die Folien zu zersetzen.

4. Wie lange kann man kompostierbare Mülltüten lagern, bevor sie reißen?

Kompostierbare Biokunststoffe sind so konzipiert, dass sie erst unter optimalen Kompostierbedingungen beginnen, sich zu zersetzen. Für den Einsatz im Haushalt bedeutet dies, dass die Kompostierbarkeit die normale Verwendung nicht einschränkt. Auch höhere Temperaturen oder hohe Feuchtigkeit in der Küche sind bei sachgemäßem Einsatz der Tüten unbedenklich.